Erstellungsdatum: 18/07/2002 letzte Änderung: --/--/2002



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Reisebericht nach Ko Samui / Thailand

von Christoph Burkard aus der Schweiz


Liebe Mukoland-Besucher !

Da Udo von meinem Thailandurlaub Wind kriegte, "beauftragte" er mich zum Schreiben eines Reiseberichts. Zuerst kurz das Obligate: Mein Name ist Christoph und lebe seit 22 Jahre mit CF. Mir geht es gesundheitlich recht gut. Ich treibe regelmässig Sport, Fitness und Jogging.

Wie kamen meine Freundin und ich auf die Destination Ko Samui? Da unsere Ferien für im Frühling geplant waren, mussten wir, um Sonne und warmes Meerwasser geniessen zu können, Europa verlassen. In der Karibik verbrachte ich bereits zwei Wochen Ferien, also kam diese Seite der Erdkugel für mich nicht mehr in Frage. So befassten wir uns mit Asien. Meine Nachbarin ist befreundet mit einem CF-ler welcher vor seiner Transplantation jedes Jahr für ein paar Monate nach Thailand reiste. Aus welchem Grund wohl? In erster Linie aus gesundheitlichen Gründen. Vorsichtshalber nahm ich mit meinen Arzt Kontakt auf. Nachdem meine letzten Zweifel aus dem Weg geräumt waren entschieden wir uns für zwei Wochen nach Ko Samui zu reisen. Nun begann das Warten auf unseren bevorstehenden Traumurlaub.

Ko Samui ist mit 254 km2 die drittgrösste Insel Thailands. Die Insel hat ein vielfaches mehr Palmen als Einwohner. Samui ist bereits vom Tourismus geprägt, jedoch nicht vergleichbar mit Phuket. Eine ca. 59 km lange Ringstrasse führt um Samui.

Anfangs April packten wir unsere Koffer und sagten für zwei Wochen byebye. Zwölf Stunden Flug vergingen dank Schlaftablette relativ schnell. Angekommen im grossen Flughafen Singapur mussten wir einen 12-stündigen Zwangsaufenhalt in Kauf nehmen. Dies bot uns jedoch die Möglichkeit, einen kurzen Einblick von Singapur zu gewinnen. Für vier Stunden bezogen wir ein Hotelzimmer. Ich war sehr froh, meine Lunge mit der Inhalation wieder etwas befeuchten zu können. Am Abend gings weiter mit einem Propellerflugzeug. Nach 2,5 Stunden Flug konnten wir endlich aus dem Flugzeug aussteigen; uns kam warm-feuchte Luft entgegen. Langsam die Treppe runter sagte ich mir.....! Glücklicherweise hatte ich jedoch überhaupt keine Probleme mit der Atmung.

Nach kurzer Zeit hatten wir uns eingelebt. Nun war baden im 30°C warmen Meer angesagt, faulenzen, geniessen, ...

Nach drei Tagen fing bei mir ein starker Husten an. Vier Tage später fing ich mit Ciproxyn an. Unnötig wie sich herausstellte. Die starke Sputumproduktion wurde durch das feuchte Klima ausgelöst. Noch nie habe ich so gehustet, noch nie hatte es so gut gelöst! Dies obwohl keine bis fast keine Sportaktivitäten an den Tag gelegt wurden. Das feuchte Klima, resp, die Hitze bis gegen 40°C machte einigen Europäern zu schaffen. Auch ich musste mich den Temperaturen anpassen, indem ich enorm viel Flüssigkeit zu mir nahm.

Zwei traumhafte Ausflüge wurden unternommen; ein Insel-Trekking und eine Fahrt zu einem Felsennationalpark. Ein Tag mieteten wir auf eigene Faust ein Auto, was mir trotz Linksverkehr keine grossen Probleme bereitete.

Nach den zwei Wochen Ferien hat mich Thailand gefesselt. Bereits ein paar Tage nach unserer Rückkehr wurde mir klar, dass ich so bald wie möglich wieder nach Asien reisen will; ich begann zu planen.....

So sieht nun mein Plan aus: Anfangs März 2003 bringt mich die Swiss nach Bangkok. Dort habe ich für zwei Nächte ein Hotelzimmer gebucht. Danach ist noch vieles offen. Wahrscheinlich geht's von Bangkok aus Richtung Norden, nach Chiang Mai, weiter über die Grenze nach Laos wo ich in einer geführten Tour den Fluss Mekong hinunterschaukle. Wieder in Thailand angekommen geht's dann wohl wieder auf eigene Faust Richtung Süden, wo ich die restlichen Ferientage am Strand verbringen möchte. Dies ist nur eine provisorische Route. Eine extakte Routenplanung nehme ich mir gar nicht erst vor, diese ergibt sich dann automatisch. Das Problem; die Medikamente. Abklärungen sind im Gange, ob die benötigten Medis allensfalls teilweise in Bangkok erhältlich sind. Eine andere Möglichkeit wäre, ein Medipaket von Europa aus zur Botschaft schicken lassen.

Obwohl dies sicher nicht alles reibungslos ablaufen wird, nehme ich das Risiko auf mich, nach der Rückkehr für zwei Wochen am Infusionsständer angebunden zu sein. Die Erlebnisbereitschaft ist für mich von sehr grosser Bedeutung, weshalb ich auch gewillt bin, ein Gesundheitsrisiko auf mich zu nehmen.

Vielleicht packt ja auch dich mal das Reisefieber und machst einen Abstecher nach Thailand?!


Euer Christoph Burkard

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