Erstellungsdatum: 18/07/2007 letzte Änderung: 21/07/2007



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Mukoland stellt vor:

Multisonic Ultraschallvernebler von Schill





Liebe Mukoland-Besucher !

Heute möchte ich Euch das Multisonic Inhalationsgerät der Firma Schill vorstellen, dass die Medikamente mit Ultraschall vernebelt. Die Firma Schill gab mir Gelegenheit, das Gerät kennenzulernen und für Euch zu testen. Nachdem sich Herr Sennewald von der Firma Aericon GmbH & Co. KG - Medizintechnik - Maulbeerkamp 11, 46509 Xanten mit mir in Verbindung gesetzt hatte, besuchte er mich mit einem Gerät, um es mir in aller Ruhe einmal vorzuführen. Ich selbst kannte dieses Gerät nur aus Anzeigen in der Muko-Info. In meiner CF-Zeit vor und nach der Transplantation musste ich immer mit mehr oder nochmehr geräuschvollen Geräten inhalieren. Ich hatte mehrere Pari Boys (auch den Pari Walkboy) und den Jetair 810 von VitalAir. Allesamt erfüllen zwar ihre Aufgabe gut, aber der Geräuschpegel ist nicht zu unterschätzen. Deshalb freute ich mich sehr, den Multisonic von Schill kennenzulernen.

In der vergangenen Woche war Herr Sennwald bei mir zu Hause, und über den Besuch möchte ich Euch gerne hier im Mukoland berichten. Geliefert wird der Multisonic in einer Kunststoffhartverpackung. Wenn man diese öffnet, ist der Multisonic samt Zubehör in einer blauen Schultertasche verstaut. So kann man ihn jederzeit mitnehmen und das Gerät ist mit dem Zubehör sicher untergebracht. Zum Lieferumfang gehört der Ultraschallvernebler, das passende Steckernetzteil und ein externer Akku, mit dem man 1 Stunde sicher inhalieren kann. Jeder kennt die Probleme anderer Geräte, die fast alle eine 220 Volt Stromversorgung brauchen. Der Multisonic von Schill arbeitet auch netzunabhängig. Hier mal ein Foto des gelieferten Gerätes.





Der Multisonic ist etwas größer als andere Vernebler von Mitbewerbern. Allerdings ist in diesem Multisonic schon die komplette Technik wasserdicht eingebaut. Er braucht natürlich keinen Kompressor, da er die eingesetzten Medikamente mit Ultraschall vernebelt. Das Gerät liegt sehr gut in der Hand und wiegt ohne Medikament genau 299 Gramm. Hier ein Foto des Verneblers und als Größenvergleich ein schnurloses Telefon. Das 2. Foto zeigt Herrn Sennewald mit dem Gerät.




Das Mundstück wird zur Befüllung einfach abgenommen. Es wird nur mit einer kleinen Linksdrehung aus seiner Arretierung an den zwei Nasen des Unterteiles gelöst. Sie sehen nun die Medikamentenaufnahme mit der darübergesteckten Abprallplatte. Zwei Leuchtdioden zeigen den Betriebszustand an. Ist das Gerät ans Netzteil oder an den Akku angeschlossen, so leuchtet die linke grüne Leuchtdiode. Schaltet man den Vernebler ein, so leuchtet zusätzlich die rechte gelbe Leuchtdiode.




Sofort nach Inbetriebnahme des Gerätes vernebelt der Multisonic das Medikament. Für ca. 2 ml Medikamentenflüssigkeit benötigt der Multisonic gerade mal 4 Minuten. Durch die superfeine Verneblung ist die Medikamentenaufnahme für den Patienten viel höher. Nicht verschweigen möchte ich, das immer ca 0,6 ml Medikamentenflüssigkeit im Multisonic als Rest verbleiben. Die Verneblung ist vollkommen geräuschlos ! Um Euch mal zu zeigen, wie fein das Gerät die Medikamente vernebelt, habe ich die folgende eindrucksvolle Aufnahme gemacht.




Folgende besondere Eigenschaften hat der Multisonic:

Unterbricht der Patient die Inhalation, erkennt das Gerät dies eigenständig. Es wird ständig die Nebeldichte im Vernebler gemessen. Wird nicht inhaliert, wird der Nebel hochkonzentriert und das Gerä;t schaltet sich selbstständig in den Standby-Modus. Wenn das Medikament bis auf die Restmenge von ca. 0,6 ml vernebelt und damit inhaliert ist, blinkt die rechte gelbe Leuchtdiode und das Gerät schaltet ebenso selbstständig ab. Die komplette Elektronik ist absolut wasserdicht im Multisonic verbaut. Ebenso kann man die Strombuchse mit einem Gummistopfen wasserdicht verschliessen. Der Ein- und Ausschaltknopf ist selbstverständlich auch wasserdicht. Hier ein Foto des Schalters und der Anschlussbuchse. Auf dem linken Bild sind auch die grüne und gelbe Leuchtdiode zu erkennen.



Zur Reinigungsmethode kann folgendes gesagt werden: Nach der Inhalation einfach das Mundstück abdrehen und die Prallplatte herausziehen. Alles kann nun unter fliessendem Wasser gefahrlos ausgewaschen werden (vorher das Kabel des Netzteils abziehen und die Buchse mit dem Gummistopfen verschliessen). Zur Desinfektion einfach die 3 Teile des Multisonic in den Vaporisator oder in die Geschirrspüllmaschine stellen. Ja Ihr hört richtig, die Elektronic hält das alles aus, ich wollte es auch nicht glauben, bis ich es selbst ausprobiert habe. Linkes Foto Ausspülen der Teile und rechts geht es ab in den Geschirrspüler !




Dieses Gerät ist auch hervorragend für unterwegs geeignet. Nicht umsonst ist die Transporttasche und der Akku mit in der Lieferung enthalten. Wie sehr die Firma Schill dieses Problem erkannt hat zeigt sich schon beim mitgelieferten Netzteil. Ihr kennt das Problem im Ausland. Ihr nehmt ein Inhalationsgerät mit und Ihr könnt es nicht anschliessen, weil der Stecker nicht in die Steckdose passt. Schill hat hier direkt ein Netzteil mitgeliefert, wobei man den eigentlichen Stecker abziehen und durch einen landesüblichen Stecker vervollständigen kann (optional erhältliche Landesstecker). Ihr seht, es gibt auch im Ausland keine Problem. Links das Netzteil für Schukosteckdosen und rechts wird dieser einfach abgezogen.




Der mitgeliefert Akku wird über das Netzteil geladen. Stromeingang 12 VDC / 0,5 A (beiliegendes Netzteil) und Stromausgang ist 12 VDC / 1,5 A. Die Kapazität beträgt 1,5 Ah. Hiermit könnt Ihr locker eine Stunde inhalieren. Bus, Auto, Flughafen usw. Auf dem untenstehenden Foto seht Ihr den Akku, der ca. 11 cm lang, 7 cm breit und ca. 6 cm dick ist. Der Akku wiegt samt Kabel nur 516 Gramm.




Ich persönlich habe das Gerät mit Sultanol bei einem leichten Infekt und mit meiner monatlichen Inhalation mit Pentakarinat (Antibiotika) zur PCP Prophylaxe (Pneumocystis.Prophylaxe) ausprobiert und war restlos zufrieden. Das Medikament wird angenehm erwärmt und superfein vernebelt, so dass es auch in die kleinsten Alveolen (feinste Verästelungen der Lunge) gelangt. Der Multisonic läßt sich super einfach bedienen und zu reinigen ! Die Inhalation ist total geräuschlos und das Gerät ist überall mit einsatzbereit. Damit könntet Ihr sogar im Kino oder Theater inhalieren, da der Nachbar nichts davon mitbekommen würde. Nur Euer Hintermann/frau würde sich über die merkwürdigen Rauzeichen wundern. Ich möchte Euch aber noch ein Foto zeigen, wo auf den Multisonic das Zusatzgerät mit dem Namen Acapella aufgesetzt wird. Durch dieses Zusatzteil wird die Luft beim Ausatmen in Schwingungen versetzt und der Schleim in der Lunge und in den Bronchien gelockert.







Natürlich möchte ich Euch auch Informationen der Firma Schill
mit wichtigen Daten nicht vorenthalten. Die folgende Produktbeschreibung wird
hier mit der ausdrücklichen Genehmigung der Firma Schill abgedruckt:




Inhaltionstherapie mit multisonic® "infraControl"
der Firma Schill Medizintechnik


Der Fortschritt in der Medizin verlangt nach Fortschritten in der Medizintechnik. In der Forschung wird für Medikamente zunehmend die inhalative Gabe als Alternative zur oralen oder intravenösen Therapie untersucht. Inhalieren statt schlucken oder spritzen; der Gedanke ist brillant, doch bei der praktischen Umsetzung ist Know-how gefragt.




Mit dem Ultraschall -Inhalationsgerät "multisonic® infraControl" können alle für die Asthmatherapie gängigen Atemwegstherapeutika vernebelt werden, aber insbesondere auch solche, die bei schweren Lungenerkrankungen wie Mukoviszidose oder Pulmonaler Hypertonie eingesetzt werden.

Viele Inhalationsgeräte vernebeln die Inhalationslösung entweder im Dauerbetrieb mit einem kontinuierlichen Austrag des Aerosols oder auf Knopfdruck. Ersteres bedeutet hohen Medikamentenverbrauch, weil kontinuierlich, auch während der Exhalation und Atempause Aerosol ausgetragen wird. Im zweiten Fall stellt das Gerät hohe Anforderungen an die Koordinationsleistung des Patienten.





Die neu entwickelte Infrarotsteuerung und die Ventilsteuerung im Multisonic®-Infracontrol lösen beide Probleme auf einfache Weise und sind damit ein echter Fortschritt in der Inhalationstherapie. Der Multisonic®-Infracontrol ist mit einer druckdichten Verneblerkammer ausgestattet. Die Ventile - Einatemventil und Ausatemventil - befinden sich außerhalb des Aerosolflusses, so dass während des Inhalationsvorgangs kein Aerosol an den Ventilen hängen bleibt. Dadurch erhöht sich die Effizienz des Systems ganz entscheidend. Nahezu 90% des in der Verneblerkammer erzeugten Medikamentenaerosols stehen am Mundstück zur Verfügung.

Durch die Ultraschall-Technologie wird ein feines Aerosol mit einem mittleren aerodynamischen Massendurchmesser (MMAD) von etwa 3,5 Mikron erzeugt, das tief in die Lunge bis in die Alveolen eindringt und eine optimale Lungendeposition garantiert. Der atem-aktivierte Aerosolaustrag durch den inspiratorischen Flow des Patienten sorgt für eine individuelle Anpassung an das jeweilige Atemschema, reduziert dadurch die Medikamentenverluste und erhöht die Effizienz des Gerätes.

Dadurch vereint der Multisonic®- Infracontrol gute pulmonale Deposition, Sparsamkeit und sichere Gerätetechnik.

Der Infrarotstrahl steuert die Aerosolerzeugung. Bei Sättigung des Aerosols schaltet das Gerät in den Standby-Modus. Die Aerosolerzeugung wird immer dann aktiviert, wenn der Patient inhaliert oder wenn die Nebeldichte des Aerosols durch Ausdünnung abnimmt. Das Aerosol wird für die Inspiration bereit gestellt und verbleibt so lange im Vernebler bis der Patient die für ihn adäquate Menge abatmet. Das Erlöschen des gelben Lichtsignals zeigt an, wenn das Medikament verbraucht ist.





Der "multisonic® infraControl" hat folgende Vorteile:

· Diskretes und bequemes Inhalieren durch lautlosen Betrieb
· Integration in Anästhesie- und Beatmungssysteme möglich
· Optimale Deposition des Medikamentes in den unteren Atemwegen
· ein lungengängiges Aerosol - 70% der Partikel sind kleiner 5µm
· die Atemzugaktivierung des Aerosols
· gute Medikamentenverträglichkeit durch moderate Erwärmens des Aerosols
· einfache Handhabung durch Direktverneblung
· Sichere Hygiene durch Sterilisation von Verneblerteilen und die Möglichkeit der Aufbereitung des gesamten Gerätes im Geschirrspüler oder im Vaporisator
· mobiler Einsatz mittels Anschluss an das Netzgerät, an den Akku oder an den Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto
· integrierter Trockenlaufschutz
· automatische Abschaltung am Ende der Inhalation
· geringes Gewicht


Das Gerät ist einfach zu bedienen und stellt keine Anforderungen an die Koordinationsleistungen des Patienten. Eine grüne LED leuchtet auf, wenn das Gerät an die Stromversorgung angeschlossen ist. Nach dem Einschalten des Gerätes durch Tastendruck signalisiert eine gelbe LED die ordnungsgemäße Funktion des Gerätes. Die Aerosolerzeugung wird von der Infrarotsteuerung nach Einschalten des Gerätes entsprechend dem Bedarf an Aerosol optimal geregelt. Der Patient atmet über ein Mundstück oder eine Maske in dem von seinem Arzt empfohlenen Atemrhythmus ein und aus. Dabei erfolgt die Inspiration und Exspiration über ein geschlossenes Ventilsystem ohne das Gerät abzusetzen zu müssen. Wenn das Medikament verbraucht ist oder ein Fehler vorliegt, erlischt die gelbe LED und das Gerät schaltet sich ab.

Der "multisonic® infraControl" bietet eine Vielzahl von Adaptionsmöglichkeiten. Zur Filterung der Ausatemluft kann ein Wechselfilter auf den Dom des Ausatemventils aufgesetzt werden, damit keine Medikamentenreste der Ausatemluft in die Umgebungsluft gelangen können, z.B. bei der Inhalation von Antibiotika . Verschiedene PEP-Systeme können mit Adaptern auf den Dom des Ausatemventils aufgesetzt werden, um die Inhalation mit einer physikalischen Therapie zu kombinieren. Ein Winkelstück ermöglicht auch die Inhalation im Liegen. Über einen Luer/Lock-Anschluss kann der Vernebler an Sauerstoffversorgungssysteme angeschlossen werden.





Der "multisonic® infraControl" kann in Anästhesie- und/oder Beatmungssysteme integriert werden. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Entweder durch Anschluss der Druckluftleitung für die mechanische Steuerung der Verneblung am Luer/Lock-Anschluss des Verneblerkopfes oder durch direkten Anschluss der Beatmungsschläuche am Einatem-Stutzen und an der Aerosolaustrittsöffnung des Verneblerkopfes.

Der "multisonic® infraControl" geht durch seine hohe Effizienz von ca. 70% sparsam mit den Inhalationslösungen um und ist daher speziell für die Therapie mit teuren Medikamenten geeignet.


Technische Daten

Verneblungsart: Ultraschall-Zerstäubung
Nennspannung: DC 12 V , Steckernetzteil AC 100 - 240 V
Nennfrequenz: Weitbereichs-Steckernetzteil 50/60 Hz
Aufnahmeleistung: ca. 12 VA
Schwingerfrequenz: 1,7 MHz
Betriebsart: Impulsbetrieb im Wechsel 50% On/Off
Infrarot-Detektion: bei Sättigung der Aerosoldichte Schaltung in den Standby-Modus
Verneblerleistung: ca. 0,6 ml/min
Laufzeit: bei 5 ml Füllmenge ca. 15 min
Autom. Endabschaltung: bei Erreichen der Restmenge

Tröpfchengröße: MMAD ca 3,5 µm
Maximale Füllmenge: 5 ml
Minimale Füllmenge: 2 ml (mit Medikamenten-Einsatz 1 ml)
Restmenge: ca. 0,5 ml abhängig vom Medium
Geräuschentwicklung: kleiner 15 dB(A) geräuschlos

Umgebungstemperatur: 10°C - 35°C
Betriebstemperatur: 0°C bis +45°C
und Luftfeuchtigkeit: 30% bis 95% RH
Lagertemperatur: 018°C bis -40°C
und Luftfeuchtigkeit: 10% bis 95% RH
Atmosphärischer Luftdruck
für Transport und Lagerung: 500-1060 mbar

Gewicht: 0,6 kg (Handapparat mit Netzgerät)
Abmessungen: 6,3 x 22 x 17 cm (B x H x T)

Klassifikation
Dauerbetrieb


Schutzklasse II bei Betrieb mit Steckernetzteil MN 81200
MMD-Klasse IIa … nicht für Benutzung in explosiver Umgebung
Anwendungsteil des Typs B, BF und CF, Schutzgrad IP 54

Steckernetzteil MN 81200

Eingangsspannung: AC 100 - 240 V
Ausgangsspannung: DC 12 V
Ausgangsstrom: 1,25 A
Nennfrequenz: 50 - 60 Hz
Aufgenommene Leistung: 20 VA
Dauerbetrieb: IP 41
Isolierung: B, BF und CF

optional
Akkupack MN 81300

Eingangsspannung: DC 12 V
Ausgangsspannung: DC 12 V
Kapazität: 1,5 AH
Dauerbetrieb: IP 43
Ladezustand: LED-Kontrolle durch Tastendruck
Aufladung: mit Steckernetzteil MN 81200
Gewicht: 0,5 kg

Hinweis zur elektromagnetischer Verträglichkeit

Medizinische elektrische Geräte unterliegen besonderen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit. Entsprechende Nachweise gemäß EN 60601-1-2: 2001 liegen vor. Der Betrieb dieses Gerätes kann andere medizinische elektrische Geräte beeinflussen. Mobile und tragbare HF-Kommunikationseinrichtungen (z.B. Mobiltelefone) können eventuell zur Abschaltung des Gerätes führen. Bitte halten Sie ausreichend Abstand (Empfehlung: mind. 7 m )





Zum Abschluß sei folgendes gesagt: Ich habe keine zähflüssigen Medikamente inhaliert und den Multisonic auch nicht langzeitbelastet (mehrere Medikamente hintereinander inhaliert). Deshalb kann ich zu diesen Themen hier keinen Erfahrungsbericht abgeben. Ich persönlich bin von diesem Gerät restlos überzeugt. Wenn ich noch täglich inhalieren müsste, so würde ich auf dieses tolle Gerät nicht mehr verzichten wollen. Ich hoffe, der Testbericht hat Euch gefallen und ich habe Euch dieses Gerät etwas näher gebracht. Möchtet Ihr noch mehr über dieses Gerät erfahren, so geht einfach auf die Page der Firma Schill. Homepage der Firma Schill oder setzt Euch direkt mit der Firma Schill in Verbindung:

Fa. Schill
Auwiesen 12
07330 Probstzella

Tel. 036735 / 463-0 - Fax 036735 / 463-44

Vertriebspartner:

Aericon GmbH & Co. KG
Wilko Sennewald
Maulbeerkamp 11
46509 Xanten

Tel. 02801- 98209 49 - Fax 02801- 98209 50
D1 0170- 4304553

w.sennewald@aericon.de





N A C H T R A G:

Kurz nach der Veröffentlichung dieses Berichtes bekam ich von zwei aufmerksamen Leser mitgeteilt, dass es in der Vergangenheit mehrmals Probleme mit der Technik des Multisonic gab. Die Verneblung zähflüssiger Medikamente war problematisch, und es gab Undichtigkeiten im Gerät, so das es häufiger zu Reparaturen kam. Ich leitete den Text der einen Mail direkt an Herrn Schill zur Klärung weiter. Umgehend bekam ich folgende Antwort von Herrn Schill:


Sehr geehrter Herr Grün,

Wir haben das e-mail des Patienten gelesen und bedauern, dass es in der Vergangenheit Probleme mit unserem Ultraschall-Vernebler „infraControl“ gegeben hat. Leider ist es meist so, dass es sich erst im praktischen Gebrauch zeigt, dass es bei neuentwickelten Geräten Kinderkrankheiten gibt.

Aufgrund der Erfahrungen aus der Praxis haben wir eine Qualitätsanalyse unserer Geräte durchgeführt.

Das Ergebnis zeigte eine Vielzahl von Problemen auf. Die Elektronik war störanfällig, es gab Kontaktprobleme zwischen Elektronik und Ultraschall-Einheit, die Wackelkontakte zur Folge hatten und zu Abschaltungen der Geräte führten. Ein Teil der Keramiken (Schwinger) verlor vorzeitig die Polarisation, was zu Leistungsverlusten geführt hat. Für Elektronik und Ultraschall-Einheit hatten wir getrennte Lieferanten, was auch noch Schnittstellenprobleme verursacht hat. Zusätzlich hatten wir ein Problem mit der Dichtung zwischen Keramik und Medikamententrichter, die nicht elastisch genug war. Vielfach wurde vergessen, die Stromversorgungs-Buchse am Gerät vor der Reinigung mit dem Verschlussstopfen zu verschließen, so dass Wasser in die Geräte eindringen konnte.

Aufgrund der aufgetretenen Mängel hatten wir uns entschlossen, die Gerätekonstruktion vollkommen neu zu überarbeiten. Es ist uns gelungen, einen kompetenten, erfahrenen Lieferanten für beide Komponenten zu gewinnen, dieser hat uns auch während der Entwicklungsphase unterstützt.

Seit Oktober 2006 wird der Multisonic® InfraControl mit einer völlig neuen Technik ausgeliefert und es hat sich gezeigt, dass wir dadurch die Reklamationen drastisch reduzieren konnten. Allerdings handelt es sich um technisch hochentwickelte Geräte, die in Einzelfällen immer wieder ausfallen können. Als Kunststoffe haben wir hochwertige Materialien ausgewählt. Wenn hier Teile ausbrechen, so handelt es sich meist um Gefügeveränderungen durch Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, die für die verwendeten Kunststoffe nicht geeignet sind.

Bedingt durch die Zähflüssigkeit von Tobramycin dauert die Verneblung von 5 ml sehr lang, hier wäre es vorteilhaft, die Medikamentenmenge auf zwei Chargen zu je 2,5 ml aufzuteilen. Dass auch die Verneblung von Pulmicort sehr lang dauern soll, ist uns aber nicht bekannt. Bei einem Vergleich der unterschiedlichen Verneblungssysteme ist immer wieder auf die physikalischen Gesetze und die Beziehung zwischen Tröpfchengröße und Verneblerleistung hinzuweisen. Kleine Tröpfchen sind wichtig für eine gute Deposition, haben aber eine geringe Masse. Größere Tröpfchen haben eine größere Masse, die zu kürzeren Verneblungszeiten führt, werden aber schon im extrathorakalen Bereich deponiert. Mit anderen Worten ausgedrückt: Eine wirksame Therapie ist oftmals mit einer kurzen Behandlungszeit nicht zu erreichen.

Wir bedauern nochmals, dass die früheren Geräte zu vermehrten Ausfällen geführt haben und hoffen, dass wir mit der neuen Geräte-Generation verlorenes Vertrauen wieder zurückgewinnen können. Schönes Wochenende und

freundliche Grüße

Immo Schill
Schill GmbH & Co. KG
D-70734 Fellbach
Geschäftsbereich Medizintechnik
Auwiesen 12
D-07330 Probstzella
info@multisonic.de
www.multisonic.de

Registergericht: Amtsgericht Stuttgart HRA 260540
Persönlich haftender Gesellschafter: Schill Verwaltungs-GmbH
Registergericht: Stuttgart HRB 261228 Geschäftsführer: Immo Schill,
Ingo Schill



So eine schnelle Antwort nenne ich Service, deshalb habe ich sie auch hier auf die Testseite des Multisonic eingestellt. Also, scheut Euch nicht, und richtet Eure Fragen direkt an die Firma Schill, die diese gerne beantworten wird ! Liebe Grüße aus Wuppertal


Euer Udo Grün