Erstellungsdatum: 09/2000 letzte Änderung: --/----



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K2-Kickboard mit O2-Rucksack

Ich hatte im letzten Jahr nicht ein einziges Mal die Gelegenheit gehabt, mit meinem Kickboard zu fahren. Immer wieder gab es gesundheitliche Rückschläge. 5 I.V. Therapien waren notwendig, um alles in einem gewissen gesundheitlichen Rahmen zu halten. Zweimal endete im Jahr 2000 ein Urlaub mit hohem Fieber und einem dicken Infekt. Es dauerte immer etwas länger wieder auf die Beine zu kommen. Im Juli kam erschwerend die Dauerbehandlung mit Sauerstoff hinzu. Im September 2000 fuhr ich mit meiner Frau Anne an die Mosel nach Leiwen. Es ist ein wunderbares Weinanbaugebiet. Wir hatten uns einen Bungalow auf dem Sonnenberg gemietet. Hajo Trebels hatte uns diese Ferienanlage empfohlen. Wir haben es nicht bereut. Die Anlage liegt traumhaft hoch über einer grossen Moselschleife. Das Beste ist allerding der ´zig Kilometer lange Mosel Radwanderweg. Er ist total eben und zu dieser Jahreszeit nicht so sehr befahren.

Also Sauerstoffrucksack auf den Rücken und 3 Liter eingestellt. Anne fuhr auf ihren Inlinern meist vor mir her und gab mir einen prima Windschatten. Was ich nicht zu glauben wagte, es funktionierte. Auch mit dem 3,6 Kilo schweren Rucksack kamen wir gut voran.

Anne war mein Schrittmacher und legte ein nicht zu grosses Tempo vor. So hatte ich keine Mühe ihr zu folgen. Trotzdem erreichten wir 20-25 Stundenkilometer. Diese Geschwindigkeit haben wir mit einem portabelem Satelittennavigationssytem gemessen. Bei dieser Geschwindigkeit blieb mein Puls, dank des Sauerstoffes, in einem normalen Bereich 110-130/Min.

Anne hatte etwas Probleme mich mit der Kamera zu treffen. Hier war ich schneller als Anne´s Finger am Auslöser. Dennoch gelang Ihr die folgende Aufnahme.

Der Radwanderweg eignet sich besonders toll für diese Zwecke. Notfalls kann man am Schluss mit dem Ausflugsboot zum Startplatz zurückfahren. Die Schiffe fahren ja fast auf der gesamten Strecke.

Wenn man etwas ausser Puste ist, kann man auch eine Pause in einer der vielen Strausswirtschaften machen. Ein frischer Federweisser und Zwiebelkuchen ist schon was feines. Herrliche Landschaften und immer wieder ein leckeres Träubchen lassen das Geniesserherz höher schlagen.



Insgesamt haben wir in drei Tagen 36.4 KM zurückgelegt. Leider erwischte mich auch in diesem Urlaub wieder ein Fieberschub. Sonst hätten wir bestimmt noch mehr Kilometer bewältigt.

Also liebe CF-ler, es geht auch mit O2-Rucksack ! Zwar ein wenig langsamer, aber es geht. Wenn noch ein paar schöne Tage kommen, werden wir hier auch noch ein paar Kilometer dranhängen. Aber erst kommt in der nächste Woche garantiert erneut eine I.V. Therapie.

So sieht es aus der Sicht des Fahrers aus...