Erstellungsdatum: 08/2000 letzte Änderung: --/----



Gehe zurück zur Hauptseite:
WWW.MUKOLAND.DE



Linde Heimox

Verbesserte Patienten-Compliance in der Sauerstofflangzeittherapie durch das leichte tragbare System Heimox-mobil T 0,5



Die Unterlagen für diese Internetseite wurden mir
freundlicherweise von Herrn Lutz Michler
-Vertriebsbeauftragter Linde Heimox-
zur Verfügung gestellt

Dr. med Birgit Krause-Michel
Oberärztin der
II. Medizinischen Abteilung
Städtisches Krankenhaus
Bad Reichenhall

Verbesserte Patienten-Compliance in der Sauerstoftlangzeittherapie durch das leichte tragbare System Heimox® -mobil T 0,5 Die Sauerstofflangzeittherapie mit Flüssigsauerstoff ist für mobile Patienten mit schweren chronischen Atemwegserkrankungen und respiratorischer Partial- oder Globalinsuffizienz eine lebensnotwendige und lebenslängliche Therapie.

Der Gewinn an Mobilität und Lebensqualität wird durch die Schwere der tragbaren Sauerstoff-Behälter begrenzt. Tragehilfen wie zum Beispiel ein Rucksack werden von älteren Patienten oft abgelehnt; das Nachziehen des tragbaren Sauerstofftanks in einem Caddy scheitert an hohen Bürgersteigen oder beim Treppensteigen.

Seit Beginn der Sauerstoff-Langzeittherapie mit Flüssigsauerstoff im Jahre 1988 bestand der Wunsch nach leichteren Sauerstoffquellen. Die Schwere der Geräte wurde als der limitierende Faktor bei der Einhaltung der Sauerstofflangzeittherapie von mindestens 16 Stunden täglich angegeben.

Seit September 1996 hat die Firma Linde Heimox das kleine, handliche und auch deutlich leichtere HEIMOX®-mobil T 0,5 auf den Markt gebracht. Es wiegt im Leerzustand 1,7 kg, gefüllt 2,4 kg und ist damit um 1,2 kg leichter als das bereits im Handel befindliche HEIMOX®-mobil T 1,2. Der tragbare Behälter wird wie bisher von dem stationären Tank HEIMOX®-mobil S in den Größen 41 und 21 Litern abgefüllt. Es hat einen Flowregler in 1/4-Liter-Schritten bis zu einer Abgabe von 1 Liter Sauerstoff/Minute und in ½-Liter-Schritten bei einer Abgabe von 1 bis 6 Litern Sauerstoff/Minute.

Das Gerät kann bei alleiniger Benutzung für mobile Zwecke insgesamt 21 mal vom stationären 41-Liter-Tank abgefüllt werden. Weitere vier Füllungen wären bis zur vollständigen Entleerung möglich. Damit wäre ein Patient 25 Tage täglich 4 Stunden mobil bei einer Applikation von 2 Litern/Minute, bzw. ungefähr 8 Stunden bei einem Flow von 1 Liter/Minute.

Bei der Füllung des kleinen Behälters muß der Verlust an Sauerstoff sowohl beim Abfüllen als auch die tägliche Verdampfungsrate des stationären Behälters berücksichtigt werden. Insgesamt ist jedoch die Verlustrate beim Abfüllen geringer als bei dem größeren HEIMOX®-mobil T mit 1,2 Liter Inhalt, da die Abfüllzeit 7 Sekunden kürzer ist.

Es ist sicherlich nicht sinnvoll, eine Sauerstofflangzeittherapie mit verschiedenen Systemen durchzuführen, z.B. den Sauerstoffkonzentrator für den stationären Bereich einzusetzen und den Flüssigsauerstoff für die Mobilität, da der stationäre Tank auch bei Nichtbenutzung einen täglichen Verdampfungsverlust von 0,64 Litern hat. Der Patient sollte sowohl im Haus als auch außerhalb des Hauses mit Flüssigsauerstoff versorgt werden.

Testung des HEIMOX®-mobil T0,5

Im Städtischen Krankenhaus Bad Reichenhall wurde in der Zeit von Dezember 94 bis Dezember 95 das HEIMOX®-mobil T 0,5 bei Patienten mit schweren ch ronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen getestet. Alle Patienten hatten schon mehr als 2 Jahre Erfahrung in der Sauerstofflangzeittherapie mit dem größeren mobilen Behälter HEIMOX®-mobil T 1,2.

Bei der Benutzerbefragung wurden die Handhabung wie Füllung, Bedienung, Tragekomfort, die Reichweite bei gefülltem

Mit HEIMOX®-mobil T 0,5 unterwegs beim Einkaufen.

Zustand und die Sauerstofftemperatur beurteilt. Bei den technischen Merkmalen sollten die Heifbildung außen an der Kanne, die Entwicklung von Kondenswasser sowie eventuelle störende Geräusche angegeben werden.

Alle Patienten waren mit der Handhabung sehr zufrieden. Bei technischen Mängeln wurde von den Patienten Reifbildung sowie leichte Geräusche beim Austritt des Flüssigsauerstoffs bei einer Flußrate über 2 1/min angegeben, die als störend empfunden wurden.

In einem weiteren Fragebogen wurden die Patienten dann hinsichtlich ihrer Mobilität und Lebensqualität mit dem neuen kleineren Gerät befragt und ob sie bereit seien, dieses Gerät zusätzlich zu mieten oder zu kaufen.

Die Patienten waren ohne Ausnahme von dem leichteren Gerät begeistert. Sie kamen mit der Abfüllung und der Handhabung gut zurecht. Die Reichweite wurde im Durchschnitt mit 4 bis 4,5 Stunden täglich angegeben. Die Zeit wurde als ausreichend für einen Besuch beim Arzt, Friseur oder bei der Kosmetikerin angesehen.

Die Hälfte der Patienten war jedoch unsicher, ob sie das 1 2-Liter-Gerät mit einem Aktionsradius von 8 Stunden zugunsten des leichteren, aber um die Hälfte in seiner Reichweite eingeschränkten Gerätes verzichten wollten. Alle waren bereit, für das kleine Gerät eine angemessene Mietpauschale zu bezahlen, falls der Kostenträger kein zweites Gerät bezahlen würde.

Ergebnis

Das kleinere und leichtere mobile Sauerstoffsystem HEIMOX®-mobil T 0,5 füllt eine entscheidende Lücke in der Sauerstofflangzeittherapie mit Flüssigsauerstoff. Patienten, die noch mobil sind, aber wegen der Schwere der Geräte bisher auf ein tragbares Gerät verzichten mußten, sind mit dem kleineren mobilen Gerät jetzt auch in der Lage, am normalen Leben wieder teilzunehmen.

Patienten mit einer eingeschränkten Mobilität bis zu 4 Stunden täglich sollten von Anfang an mit dem kleineren mobilen System versorgt werden. Damit sind sie in der Lage tägliche Verrichtungen, wie Einkäufe oder Arztbesuche durchzuführen.

Patienten mit schwerer Qsteoporose, Kyphoskoliose und anderen körperlichen Gebrechen, die das Mitführen des größeren Gerätes unmöglich machen, sollen ebenfalls sofort mit dem kleinen mobilen System HElMOX®-mobil T 0,5 versorgt werden.

Patienten, die mehr als 4 Stunden mobil sein wollen und können, sollen primär mit dem 1 2-Liter-Mobilsystem versorgt werden. Zusätzlich sollten sie die Möglichkeit haben, das kleinere, leichtere und bequemere Gerät kaufen oder mieten zu können.

Die Kosten eines mobilen Gerätesystems, entweder HElMOX®-mobil T 0,5 oder HEIMOX®-mobil T 1,2, müssen von der Krankenkasse getragen werden.

Das HEIMOX®-mobil T 0,5 besticht durch sein geringes Gewicht, seine einfache Handhabung und seine Reichweite von bis zu 4 Stunden.

Es ermöglicht auch schwerkranken Patienten eine individuelle Mobilität und Unabhängigkeit und damit eine deutlich verbesserte Lebensqualität.

Mit HEIMOX®-mobil T 0,5 unterwegs auf Wanderschaft.