Erstellungsdatum: 11/08/2003 letzte Änderung: --/--/2002



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Hannover sehenswerte "Hauptstadt" der Lungentransplantation !


Hallo liebe Mukolandbesucher !

Heute möchten Anne und ich Ihnen Hannover und die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt etwas näher bringen. Natürlich nicht ohne Grund. So wie es Anne bei meiner Alarmierung zur Transplantation erging, wird es vielen Angehörigen auch noch in Zukunft ergehen.

Irgendwann ist der Zeitpunkt in der mehr oder weniger langen Wartezeit auf der Transplantationsliste gekommen, wo das Telefon schellt. Der langersehnte Anruf der TX-Klinik ist da, und es wird einem mitgeteilt, daß endlich ein Spenderorgan zur Verfügung steht. Nun geht alles sehr schnell und der Patient wird Minuten später abgeholt und nach Hannover zur Operation gebracht. Für den Patienten bleibt keine große Zeit zum Überlegen und viele Eindrücke stürmen auf ihn ein. Die Angehörigen zu Hause würden am liebsten sofort mitfliegen oder dem Krankenwagen hinterherfahren. Allerdings wäre damit überhaupt keinem geholfen und eine solche Raserei würde nur ein hohes Gefährdungspotenzial bedeuten. Bedenken Sie bitte, daß der Patient am Tage der Transplantation überhaupt nicht besucht werden darf. In Hannover dürfen die Angehörigen erst am LTX-OP-Folgetag ab 14.00 Uhr auf die Intensivstation. Dies hat seine guten Gründe und sollte auch unbedingt eingehalten werden. Die normale Besuchszeit auf der Intensivstation ist auch immer von 14.00-19.00 Uhr. Es bleibt für die Angehörigen, die sich auch in Hannover aufhalten viel Zeit "zum Grübeln und Nachdenken". Und genau aus diesem Grunde haben wir heute diese neue Seite ins Net gestellt. Meiner Frau Anne ging es nicht anders und sie fuhr natürlich auch am nächsten Morgen sofort nach Hannover. Zuerst erkundigte sie sich auf der Intensivstation nach meinem Zustand. Sie durfte sogar ausnahmsweise für 2 Minuten mit meinem Sohn Rene und meiner Schwiegertochter Gitte zu mir. Erleichtert ging sie nun auf Zimmersuche. Schnell fand sie in einer Privatpension unweit der MHH ein akzeptabeles Zimmer. Am Nachmittag durfte Sie dann für 2 Stunden zu mir. An den folgenden Tagen unternahm sie etwas, um nicht den ganzen Vormittag damit beschäftigt zu sein, über alles nachzudenken, "versuchte" sie sich abzulenken und schaute sich einige Sachen in Hannover an. An den Nachmittagen erzählte sie mir auf der Intensivstation von Ihren Unternehmungen. Wir beschlossen schon damals, daß Anne mir alles mal zeigt, wenn es mir wieder gut geht. Das haben wir dann auch bei meinem letzten Untersuchungstermin gemacht. Hierfür hatten wir uns 2 Tage Zeit genommen.

Wir parktem unser Auto in der Nähe der Fussgängerzone direkt hinter dem Opernhaus. Wer abends noch etwas Entspannung sucht, kann natürlich eine der Vorstellungen besuchen.


Hannover hat eine moderne Fußgängerzone. Vorallem der Bereich vor dem Hauptbahnhof wurde neu gestaltet und ist in 2 Etagen begehbar. Viele kleine Geschäfte laden zum Bummeln ein. So vergeht die Zeit schnell. Übrigens ist die Innenstadt von der MHH auch bequem mit der Straßenbahn zu erreichen.


In der Innenstadt gibt es nicht nur moderne neue Häuser, sondern auch viele alte sehenswerte Bauten. Die Kunst kommt auch nicht zu kurz und kann überall bewundert werden. Von vielen Punkten der Stadt kann die Rathauskuppel gesehen werden.



Übrigens gibt es in Hannover einen roten Strich durch die Innenstadt, wenn man diesem Strich folgt, gelangt man automatisch von einer Sehenswürdigkeit zu der Nächsten. Auf dem ersten Foto seht Ihr diesen roten Strich auf den Treppenstufen, die zum Rathauseingang führen. Natürlich tut es auch ein kleiner Stadtplan, den man im Hotel umsonst bekommt.


Die Besichtigung des alten Rathauses ist "Pflichtprogramm" für jeden Besucher. Fahren sie unbedingt mit dem einzigen Schrägaufzug Deutschland´s bis auf die Kuppel des Rathauses. Hier genießen Sie eine phantastische Aussicht über die Stadt. Damit Sie einen Vorgeschmack bekommen, hier einige Fotos.



Am nächsten Morgen schauten wir uns noch die Herrenhäuser Gärten an. Es ist eine tolle Leistung der Gärtner zu bewundern, die diese prächtige Landschaft gestaltet haben und täglich pflegen. Man muß es einfach gesehen haben um zu begreifen, was diese Fachleute hier für die Allgemeinheit bereitstellen. Endloslang scheinen die geraden Wege, die die Themengärten trennen. Um 11.00 Uhr sprudeln dann für eine Stunde die Springbrunnen. Dies sollte man auf keinen Fall verpassen.



Gegen Mittag sind wir dann noch nach Steinhude rausgefahren. Ca.25 km vor Hannover gelegen finden Sie hier bestimmt genug Ablenkung vom Streß der Transplantation Ihres Angehörigen. In diesem kleinen beschaulichen Ort finden sie die Ruhe, die Sie bestimmt gebrauchen können. Anne und ich mieteten uns ein Motorboot und fuhren hinaus auf´s Steinhuder-Meer. Sie sehen hier Steinhude vom Wasser aus.


Eine Stunde reicht aus, um mit dem Motorboot zu der kleinen Insel Wilhelmstein und wieder zurück zu fahren. Es ist einfach wunderbar, ein paar ruhige Stunden abseits der Großstadt zu genießen. Hier ein Blick auf die Insel Wilhelmstein. Alte Motorboote bringen die Urlauber auch gegen einen geringe Gebühr zu der Insel.



In Steinhude gibt es allerdings noch mehr Ablenkung. So kann man Minigolfspielen, eine Kutschfahrt mitmachen oder auch ein Schmetterlingshaus besuchen. Natürlich gibt es viele Speiselokale und Ausflugsgaststätten die zu einem Besuch einladen.


Das waren einige Vorschläge für Ihre nicht leichte "Wartezeit" in Hannover. Lenken Sie sich von dem Streß ab und genießen Sie die Sehenswürdigkeiten, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Es bringt nichts, die Vormittage und die Abende grübelnd auf dem Hotelzimmer zu verbringen. Sie tun sich selbst keinen Gefallen........

Natürlich gibt es in Hannover viel mehr Sehenswürdigkeiten. Wir wollten mit unserem Bericht nur einen kleinen Anstoß für Ihre Aktivitäten geben. Wir wünschen Ihnen eine gute Ablenkung in Hannover, der heimlichen "Hauptstadt" der Lungentransplantation.

Anne & Udo Grün