Erstellungsdatum: 24/05/2013 letzte Änderung: __/__/2013



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Die Knochendichtemessung DLTX !!! UPDATE !!!


Hallo liebe Mukolandbesucher!

Alle Patienten, die über einen längeren Zeitraum mit Kortison behandelt werden müssen, laufen Gefahr, irgendwann einmal an Osteoporose zu erkranken. Was ist eigentlich Osteoporose ?

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, charakterisiert durch eine erniedrigte Knochenmasse und Zerstörung der Mikroarchitektur des Knochengewebes mit nachfolgend erhöhtem Knochenbruchrisiko. Bei Osteoporose kann schon ein harmloser Unfall (Sturz/Stoss), im fortgeschrittenen Stadium sogar ein starker Husten, dazu führen, das die Knochen brechen (Rippenbruch). Besonders häufig von osteoporosischen Knochenbrüchen betroffen sind die Wirbelsäule, der Oberschenkelhals und der Unterarm.

Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten die Knochendichte zu messen. Zum einen per Röntgenaufnahme oder per Ultraschall, aber auch mit der Comtutertomographie ist dies möglich. Hierbei wird die Knochendichte des Patienten bestimmt und mit den Messwerten von gesunden Menschen verglichen.

Die Gefahr an Osteoporose zu erkranken, ist bei uns transplantierten Patienten sehr hoch, denn wir nehmen ja täglich Cortison zu uns. Auch soll diese Messung bei allen noch nicht transplantierten CFlern regelmäßig erfolgen, da der Knochenschwund auch aufgrund mangelhafter Ernährung auftreten kann. Deshalb ist eine regelmäßige Überwachung und Messung der Knochendichte erforderlich. In Hannover wird der LTX-Patient alle 2 Jahre aufgefordert, eine solche Messung durchführen zu lassen. Ich hatte diese Messung gestern in der Uni Düsseldorf. Man liegt ganz ruhig wie oben auf dem Foto zu sehen ist auf einem Röntgentisch und nach einer halben Stunde ist alles erledigt. Man spürt überhaupt nichts von dieser Untersuchung. Gemessen wird die Knochendichte der Wirbelsäule im Bereich L1-L4 und am Oberschenkelhalsknochen. Das Ergebnis wird sofort grafisch ausgedruckt. Bei mir ergab die Untersuchung, daß meine Knochendichte im Bereich der Wirbelsäule vollkommen im Normbereich liegt. Am Oberschenkelhalsknochen liegt die Knochendichte aber bereits genau an der Grenze des unteren Normbereiches. Um eine Verschlechterung zu vermeiden, ist die regelmässige Einnahme von Calcium wichtig. In den unten zu sehen Ergebnissen meiner Messung, sehen sie jeweils in der rechten Grafik den dicken schwarzen Bereich. Dies ist der altersbedingte Normbereich. Die nächste Messung war im Juni 2004. Sie sehen die Vergleichsmessungen direkt darunter. Der Wirbelsäulenbereich hat sich bei der Vergleichsmessung leicht verschlechter und die Knochendichte im Bereich des Bechenknochens hat sich, wie Ihr sehen könnt, leicht verbessert. Bei den neuen Messungen 2006 und 2008 hat sich kaum eine nenneswerte Verschlechterung in den gemessenen Bereichen gezeigt. Im Vergleich zu gleichaltrigen gesunden Menschen hat sich die Knochendichte in den gesamten Jahren nach der TX um ca 4 % verschlechtert. Das ist vollkommen ok und normal und wäre bestimmt auch bei gesunden Menschen in meinem "hohen" Alter bei Messungen zu sehen. Ich habe in all den Jahren mein Calcium und meine Vigantoletten immer regelmässig eingenommen ! Da im Augenblick Cortison bei mir vollkommen ausgeschlichen wird (Februar 2009 werde ich Cortison frei sein), wird mein Bericht über Knochendichtemessungen hier und heute enden.

Knochendichtemessungen werden in Zukunft bei mir nicht mehr nötig sein !






Das war ein kleiner Überblick über die Knochendichtemessung. Ich hoffe, daß ich Ihnen die Wichtigkeit dieser Messung näher bringen konnte. Denken auch Sie an eine solche regelmäßige Messung.


Euer Udo Grün